Am liebsten spielt er Rock aus den 70ern
Text aus der Lippischen Landes-Zeitung vom 27.07.2011 von P. Stille. Auf die Frage nach seinen Hobbys antwortet Yannick Möller: "Das, was alle so machen. Sich mit Freunden treffen, ein bisschen Fußball spielen." All zu viel Zeit dürfte der 17-Jährige aber nicht haben, denn fast täglich spielt er drei Stunden lang Akustik- oder E-Gitarre. Dabei übt er oft Tonleitern - "und eigenständige Lieder kann ich meist an einem Tag".
Der Obenstufenschüler des Lohfeld-Gymnasiums errang in seiner Kategorie und seiner Altersgruppe den 3. Platz im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert", der in Neubrandenburg stattfand. Dort war erstmals die Sparte "Gitarre (Pop)" vertreten, und zwei Schüler der Musikschule nahmen teil. "Für uns ist das natürlich glorreich, aber man braucht eben immer einen, der das herauskitzelt", erklärt Schulleiter Stephan Otters und meint damit Yannicks Lehrer Manfred Matulla. "Ich war vorher ein, zwei Jahre an einer anderen Musikschule, aber erst in den drei Jahren, seit ich hier bin, hab ich mich total verbessert. Ich lerne so viel, das ist unglaublich", erzählt der junge Gitarrist, der eine eigene fünfköpfige Band hat, bei Projektbands und in der Schulband mitmacht.
Mit zwölf Jahren entdeckte er seine Leidenschaft, wiewohl: "Am Anfang verliert man leicht die Geduld". Heute spielt er am liebsten Rock aus den 60ern und 70ern, etwa von Queen, Pink Floyd oder Toto. Die heutigen Lieder seien vom Schwierigkeitsgrad her einfacher, erklärt Yannick Möller, obwohl er die auch zum Teil ganz gut fände. "Aber früher ist der Gitarrist zum Beispiel von Pink Floyd richtig auf die Akkorde eingegangen, das hat heute stark nachgelassen."
Nach der Schule will Yannick auf jeden Fall Musik studieren - "falls ich die Aufnahmeprüfung schaffe", sagt er bescheiden. Sein Nebeninstrument wäre dann Klavier, das er auch heute schon spielt. Seine Eltern hätten keinen Druck ausgeübt, seine Liebe zur Musik sei von ihm ganz allein gekommen, betont er.
Der Grund, den er dafür anführt, lässt den sensiblen Künstler erahnen: "Musik hat sehr viel mit Gefühlen zu tun, man kann die Menschen auf einer so emotionalen Ebene erreichen, wie man es sonst nur selten schafft", sagt Yannick Möller. "Und das versuche ich wiederzugeben."






